Gedanken zur Wochenmitte 21, 29.04.2026: Kriminalitätsbekämpfung durch Schaffung von Arbeitsplätzen.

Von Malini Shankar

Digital Discourse Foundation

In jeder Gesellschaft gibt es Kriminalität. Verbrechen unterscheiden sich in ihrer Definition und Art, doch sie ereignen sich dennoch. Dabei kann es sich um Bagatelldelikte handeln – etwa den Diebstahl von Gartengeräten oder herumliegendem Material aus einem Hinterhof; es kann aber auch der Einbruch in Privatgrundstücke sein, um Gegenstände wie Wasserhähne, TV-Fernbedienungen, Handyladegeräte, Schnellkochtöpfe oder Geschirr zu stehlen … kurzum: alles, dessen sie habhaft werden können.

Hinzu kommen Verbrechen im Zusammenhang mit Drogenhandel und Drogenkartellen; Sexualdelikte wie Vergewaltigung und sexuelle Nötigung; sexueller Missbrauch von Kindern oder sexuelle Gewalt unter Personen gleichen Geschlechts. Sowie der Menschenhandel – mit Frauen, Kindern und mittellosen Personen …

Des Weiteren gibt es Wilderei und den Schmuggel von Forstprodukten – einschließlich geschützter und bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Soziologen vertreten die Ansicht, dass nur jene Menschen im Erwachsenenalter Rache üben, die zuvor selbst Opfer von Missbrauch wurden. Oder jene, denen in ihren prägenden Jahren etwas vorenthalten wurde, und die nun Befriedigung darin suchen, sich durch Diebstahl genau das anzueignen, was ihnen einst fehlte. Diese Art von benachteiligten und moralisch verrohten Individuen geht in patriarchalischen Gesellschaften und Gemeinschaften sogar so weit, einem jungen Mädchen die Jungfräulichkeit zu „stehlen“. Es ist schwer zu beurteilen, ob der Dieb bis zu diesem Zeitpunkt selbst noch Jungfrau war oder was ihn dazu treibt, einer Frau ihre Jungfräulichkeit zu rauben.

Wie dem auch sei: Dieser Artikel befasst sich mit dem Versuch, solche kriminalitätsgefährdeten Personen konstruktiv zu beschäftigen, um zu verhindern, dass sie in kriminelle Aktivitäten abgleiten. Ich stimme zu, dass man Kriminellen nicht unangebrachtes Mitgefühl entgegenbringen sollte – insbesondere dann nicht, wenn die Opfer ein Recht auf ein offenes Ohr und auf Wiedergutmachung ihres erlittenen Verlusts haben.

Betrachtet man die Problematik jedoch aus der Perspektive der sozioökonomischen Entwicklung, so zeigt sich: Haben diese kriminellen Elemente erst einmal „Blut geleckt“, werden sie weiterhin in der Kriminalität verharren und sich ihr hingeben – sei es, um ihre unmittelbaren Bedürfnisse zu stillen, aus Sucht nach dem Adrenalinstoß oder schlichtweg aus dem Gefühl der Ausweglosigkeit heraus. Sobald sie erst einmal polizeilich erfasst sind, gelten sie auf dem Arbeitsmarkt als dauerhaft unvermittelbar. Ich möchte dies nochmals mit Nachdruck betonen und bekräftigen: Es geht mir hier nicht darum, Sympathie für den Kriminellen zu wecken. Ich meine lediglich: Wären diese Menschen bereits ab dem arbeitsfähigen Alter einer geregelten Erwerbstätigkeit nachgegangen, hätte sich manche kriminelle Laufbahn – rein hypothetisch gesprochen – vielleicht im Keim ersticken lassen. Einschränkend muss jedoch auch gesagt werden, dass eine 100-prozentige Beschäftigungsquote in keiner Gesellschaft realisierbar ist. Auch gibt es keine Gesellschaft, die zu 100 % vor Kriminalität gefeit ist.

Doch ein kürzlicher Vorfall gab mir Anlass zur Selbstreflexion. Die Überwachungskameras eines Nachbarn fingen ein, wie Diebe sich Zutritt zu einem neu errichteten Haus verschafften. Sie fanden jedoch nichts Stehlenswertes, und als sie von dem hilfsbereiten Nachbarn – einem „barmherzigen Samariter“ – gestellt wurden, ergriffen die Diebe zu ihrem eigenen Schutz die Flucht. Die Polizei wurde verständigt, und der Hausbesitzer erstattete routinemäßig Anzeige und erledigte die üblichen Formalitäten. Die polizeilichen Ermittlungen führten zu dem Schluss, dass die jungen Männer lediglich nach Mitteln suchten, um sich ihre nächtliche Dosis an Drogen und Alkohol zu finanzieren. Die Polizei leitete kein Strafverfahren gegen die jungen Männer ein, da – offiziell wie faktisch – keinerlei Gegenstände von dem Grundstück entwendet worden waren.

In diesem Moment wurde mir klar: Hätte man diese fehlgeleiteten und desillusionierten Jugendlichen konstruktiv in einer geregelten Erwerbstätigkeit eingebunden, befänden sie sich vielleicht nicht in einer solchen gesellschaftlichen Schwebe. Stattdessen wurden sie nun als kriminelle Elemente aus einem nahegelegenen Armenviertel identifiziert. Wären sie unter sichereren Verhältnissen aufgewachsen, hätten sich in ihren prägenden Jahren vielleicht keine negativen Eindrücke verfestigt. Hätten sie eine sicherere und stabilere Jugendzeit erlebt, wäre ihre spätere kriminelle Neigung womöglich abgewendet worden?

Andererseits: Warum weigerte sich die Polizei, tätig zu werden? Ist sie etwa mitschuldig? Möglicherweise. Oder will sie schlichtweg keine Energie und Ressourcen für kriminelle Elemente verschwenden, die in diesem konkreten Fall tatsächlich nichts gestohlen haben? Die Beamten wissen genau, woher diese Personen stammen und kennen ihren gesamten sozioökonomischen Hintergrund. Während die Frage nach einer möglichen Mitschuld der Polizei weiterhin im Dunkeln liegt ...

Meiner Ansicht nach sollten diese kriminellen Elemente – oder vielmehr diese arbeitslosen Jugendlichen – konstruktiv in soziopolitische und sozioökonomische Aktivitäten eingebunden werden: etwa in „Grüne Patrouillen“, in Maßnahmen zur Katastrophenprävention oder schlicht in die Erfassung und Analyse des gesellschaftlichen Gefüges – kurzum: in jede konstruktive Tätigkeit, die ihrem Bildungs- und Kompetenzniveau entspricht. Die Kriminalitätsrate würde drastisch sinken, wenn arbeitslose Jugendliche auf diese Weise konstruktiv beschäftigt würden – und wenn dies zudem im öffentlichen Raum geschähe, wäre der gesamte Prozess umso transparenter. Man muss ihnen zwar keine sicheren, rentenversicherten Arbeitsplätze verschaffen, aber zumindest eine quasi-offizielle Einrichtung – wie etwa eine Jugendtruppe, eine freiwillige „Grüne Patrouille“ oder Ähnliches.

Dies dient nicht dazu, Kriminellen sprichwörtlich die andere Wange hinzuhalten, sondern dem ernsthaften Versuch, eine Lösung für das Kriminalitätsproblem in unserer Gesellschaft zu finden.

Ich verzichte bewusst auf ein abschließendes Fazit, da ich auf Ihr konstruktives Feedback angewiesen bin, um dem Artikel einen glaubwürdigen und fesselnden Abschluss zu verleihen. Bitte hinterlassen Sie Ihre Kommentare im untenstehenden Bereich auf dieser Seite. Auf der Grundlage Ihres Feedbacks werde ich diesen Artikel in der kommenden Woche noch einmal überarbeiten.

Dies ist ein Thema, das eingehende Recherchen sowie die Dokumentation unterschiedlichster Denkansätze erfordert. Dennoch ist es – allemal – ein Anfang und ein erster Anstoß!

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